Fall im Überblick: In einer chemischen Prozessanlage war eine erhöhte Zugangsplattform ursprünglich mit Stahlgitterrosten ausgestattet. An Kanten und Schnittenden hatte sich Korrosion entwickelt, wodurch der Wartungsaufwand zunahm. HotFRP lieferte geformte FRP-Gitterroste als Ersatz, abgestimmt auf die Abmessungen der Plattform und die vorhandene Tragkonstruktion. Der Fall behandelt die Materialauswahl, den Zuschnitt vor Ort, die Kantenversiegelung und die Beobachtungen während der Montage.
Projekt-Hintergrund
Die Plattform befand sich über einem Prozessbereich, in dem während des normalen Betriebs leichte saure Dämpfe vorhanden waren. Die ursprünglichen Stahlgitterroste waren mehrere Jahre im Einsatz. Trotz regelmäßiger Erneuerung der Beschichtung zeigten die Kanten und Schnittenden starke Rostbildung. Besonders betroffen waren Laufbereiche in der Nähe von Rohrflanschen, an denen Tropfen und Kondensation die Oberfläche feucht hielten.
Das Projektteam suchte daher nach einem Gitterrostmaterial, das für die Betriebsumgebung geeignet und mit der vorhandenen Tragkonstruktion kompatibel war. Ziel war der Austausch der korrodierten Gitterrostfelder ohne eine Änderung der Tragkonstruktion der Plattform.
Materialauswahl
Nach Prüfung der Plattformabmessungen und der üblichen Fußgängernutzung wurde geformter FRP-Gitterrost mit einem Vinylesterharzsystem eingesetzt. Vinylesterharzsysteme werden in korrosiven Industrieumgebungen häufig verwendet, wenn die chemische Beständigkeit ein wichtiger Faktor bei der Materialauswahl ist. Die offene Gitterstruktur ermöglicht außerdem, dass Flüssigkeiten durch den Gitterrost ablaufen, anstatt auf der Lauffläche zu verbleiben.
In Bereichen, in denen Mitarbeiter regelmäßig mit Werkzeugen oder Wagen unterwegs waren, wurde eine körnige Oberseite gewählt, um bei feuchten Bedingungen eine Lauffläche mit höherer Haftung bereitzustellen. Die Gitterrostfelder wurden in Standardabmessungen geliefert. Die vorhandenen Stahlträger blieben nach einer Sichtprüfung erhalten, bei der bestätigt wurde, dass sie weiterhin für die Ersatzfelder geeignet waren.
Hinweise zur Montage
Mehrere Gitterrostfelder wurden vor Ort zugeschnitten, um sie an Rohrdurchführungen und ein kleines Anlagenelement anzupassen. Durch den Zuschnitt vor Ort wird die werkseitige Kantenbehandlung entfernt. Deshalb wurden die Schnittkanten vor der endgültigen Montage erneut mit einer harzbasierten Deckbeschichtung versiegelt. Damit sollten die an den Schnittkanten freiliegenden Glasfasern geschützt und das Eindringen von Feuchtigkeit an diesen Stellen begrenzt werden.
Die Felder wurden mit FRP-Gitterrostclips befestigt. Der Abstand der Auflager wurde anhand der Spannweitentabellen des Lieferanten überprüft. Da die Plattform bereits in regelmäßigen Abständen Querträger besaß, waren für die Ersatzfelder keine zusätzlichen Stahlbauarbeiten erforderlich.
Ergebnis und Beobachtungen
Nach der Montage wurde die Plattform wieder täglich genutzt. Das Wartungsteam berichtete, dass für den neuen Gitterrost keine erneuten Beschichtungsarbeiten erforderlich waren, wie sie zuvor bei den Stahlfeldern eingesetzt worden waren. Ein spezielles Reinigungsverfahren wurde nicht eingeführt; die regelmäßige Reinigung mit Wasser wurde beibehalten.
Der Fall zeigt, wie der Austausch eines Gitterrosts ein korrosionsbedingtes Wartungsproblem auf einer bestehenden Plattform angehen kann, während die vorhandene Tragkonstruktion erhalten bleibt. Er zeigt auch, warum Harzauswahl, Oberflächenbeschaffenheit und die Behandlung vor Ort geschnittener Kanten bei der Auswahl von FRP-Gitterrosten für eine chemische Prozessumgebung gemeinsam betrachtet werden sollten.
Die hier beschriebenen Beobachtungen beziehen sich ausschließlich auf diese Installation. Sie stellen ein konkretes Projektbeispiel dar und keine allgemeine Aussage zur Lebensdauer oder eine allgemeine Einstufung der chemischen Beständigkeit von FRP-Gitterrosten.















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