Fallüberblick: An einer öffentlichen Küstenpromenade wurde ein Stahlgeländer ersetzt, nachdem sich unter der dauerhaften Belastung durch salzhaltige Luft und Meeresgischt sichtbarer Rost gebildet hatte. HotFRP lieferte für den Austausch ein Handlaufsystem aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK). Diese Fallstudie beschreibt die Materialauswahl, den Montageansatz und die nach der Installation gemeldeten Wartungsbeobachtungen.

Projekt Hintergrund

Die Promenade verläuft parallel zur Küste und wird das ganze Jahr über regelmäßig von Fußgängern genutzt. Das vorhandene Geländer aus Kohlenstoffstahl war verzinkt und lackiert worden, dennoch trat nach längerer Einwirkung von Salz, Feuchtigkeit und Sonnenlicht sichtbarer Rost auf. Betroffene Bereiche mussten nachlackiert werden, und an einigen Verbindungen sowie im Bereich von Fußplatten hatten sich Rostablösungen gebildet.

Da die Promenade während der Arbeiten weiterhin öffentlich genutzt wurde, erfolgte der Austausch abschnittsweise, um die Beeinträchtigung für Fußgänger zu begrenzen. Die Montage musste außerdem vor Ort ohne Kräne oder Hebebühnen für die Geländerbauteile durchgeführt werden können.

Materialauswahl

HotFRP lieferte für den Austausch ein Handlaufsystem aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK). Im Gegensatz zu Kohlenstoffstahl bilden GFK-Verbundwerkstoffe keinen Eisenrost. Dies ist ein Grund dafür, dass GFK-Handlaufsysteme in korrosiven Umgebungen eingesetzt werden, in denen Salz und Feuchtigkeit praktische Einflussfaktoren darstellen.

Das gelieferte System hatte eine glatte Oberfläche in einem neutralen Farbton. Handlauf und Befestigungskomponenten wurden an den vorhandenen Pfostenabstand angepasst, sodass geeignete vorhandene Fundamentpunkte wiederverwendet werden konnten, sofern die Bedingungen vor Ort dies zuließen. Dadurch ließ sich der Umfang größerer Änderungen an der Promenade während des Austauschs begrenzen.

Montagehinweise

Die Montage erfolgte abschnittsweise, während die Promenade teilweise für Fußgänger geöffnet blieb. Die GFK-Bauteile wurden entlang der Promenade manuell bewegt und positioniert; für die Geländerabschnitte wurden daher keine Kräne oder Hebebühnen eingesetzt. An den Verbindungsstellen kamen mechanische Befestigungsmittel zum Einsatz, und die Hauptabschnitte des Geländers erforderten während der Montage keine Bohrungen vor Ort.

Wo die vorhandene Betonkante und die Fußplattenpositionen für eine Wiederverwendung geeignet waren, wurden die neuen Pfosten an diesen Stellen montiert. Eine kleine Anzahl von Endkappen und Eckteilen wurde passend zugeschnitten. Die Schnittkanten wurden vor der Endmontage mit Harz versiegelt, um freiliegende Glasfasern an den bearbeiteten Stellen zu schützen.

Ergebnisse und Beobachtungen

Nach den gemeldeten Beobachtungen seit der Installation reichte eine routinemäßige Reinigung mit Wasser aus, um Salzrückstände zu entfernen, und zum Zeitpunkt dieser Beobachtungen war kein erneutes Lackieren erforderlich. Die Oberfläche des Handlaufs blieb während des beobachteten Nutzungszeitraums ebenfalls glatt.

Bei diesem Projekt begegnete der Austausch des Stahlgeländers durch ein GFK-Handlaufsystem den sichtbaren Korrosionsproblemen des ursprünglichen Geländers und blieb zugleich mit einer aktiv genutzten öffentlichen Promenade vereinbar. Materialauswahl, manuelle Handhabung und die Wiederverwendung geeigneter vorhandener Fundamentpunkte waren wichtige praktische Aspekte bei der Umsetzung des Austauschs.